2014 - 2016

Brandis wird Innovationskommune

2016

Brandiser Geschichte über das Neujahrstreffen

Quelle: Mit-Mach-Stadt Workshop

von Herrn Israel

01.04.2015 - 30.04.2015

Einweihung AWO Sozialzentrum an der Braustraße

Quelle: Foto Kayenberg
2014

Schulen in neuen Farben

Aufnahme von 2014
Quelle: Stadtarchiv
Quelle: Stadtarchiv
Quelle: oberschule.ms-brandis.de
25.05.2014

Kommunalwahlen

26.05.2013

Bürgermeisterwahl

Brandis hat einen neuen Bürgermeister- Am 26.Mai fand die Wahl zum Bürgermeister statt. Seit dem 1. August 2013 ist Arno Jesse (SPD) Bürgermeister der Stadt Brandis. Er wurde mit 64,24 % im ersten Wahlgang gewählt.

30.09.2010

Schließung des Hahn-Museums

25.09.2010

20 Jahre Städtepartnerschaft Brandis - Hohenhameln

Feierlichkeiten anlässlich „20 Jahr Städtepartnerschaft Brandis – Hohenhameln“ gemeinsam mit Gästen aus Hohenhameln. Aus gleichem Anlass besuchten die Brandiser am 19. Juni ihre Partnergemeinde.
15.06.2012 - 17.06.2010

Einweihung der Musikarche

Einweihung der Musikarche
Quelle: Musikarche Brandis, www.musikarche-brandis.de
01.05.2010 - 31.05.2010

Neuer Anbau der Mittelschule

Nutzungsfreigabe des neuen Anbaus (sechs weitere Klassenzimmer) der Mittelschule.

2009

Verschneite Kirche in Brandis

Quelle: Stadtarchiv
19.09.2009

Enthüllung des 100. Meilensteins in der Hauptstraße

22.08.2009 - 23.08.2009

888 Jahre Brandis

Großes Stadtfest und 8. Oldtimertreffen

05.06.2009

Einweihung des Rathauserweiterungsbaus

Offizielle Einweihung mit neuem
Archivgebäude sowie der Brunnenfiguren am Markt.

2004 - 2008

Abriss des ehemaligen Silikatwerks

Schrittweiser Abriss von Gebäuden des ehemaligen Silikatwerks, Werk 12

2007 - 2008

Schlossumbau

Umbau der Seitengebäude des Schlosses Brandis zu Wohnungen.

26.09.2008

Eröffnung des Hahn-Museums in Brandis

19.09.2008 - 21.09.2008

Schützen- und Heimatfest in Polenz

Gefeiert wurde 130 Jahre Männerchor Polenz, 135 Jahre Freiwillige Feuerwehr Polenz, 770 Jahre Kaisererlass Schützengesellschaft Brandis.

01.08.2008

Brandis gehört zum neu gebildeten Landkreis Leipzig

22.06.2008

Inbetriebnahme eines weiteren Solarfeldes im Energiepark

Auszeichnung mit dem Titel: „Ausgewählter Ort 2008 im Land der Ideen“

21.08.2007

Energiepark in Waldpolenz

Einweihung des 1. Bauabschnittes des Energieparks in Waldpolenz, nach Aussage des Investors Juwi Solar, die zu dieser Zeit weltgrößte Anlage (40 Megawatt Leistung) dieser Art.

30.06.2007

140 Jahre Feuerwehr Brandis

Quelle: Stadtarchiv
12.01.2007

Neues Feuerwehrgerätehaus

Übergabe des neu erbauten Feuerwehrgerätehauses in Brandis.

10.12.2006

Einstellung vom Zugreiseverkehr

Betrifft die Bahnlinie Beucha – Brandis, Aufnahme des Busstadtverkehrs zwischen Brandis und Bahnhof Beucha.

09.12.2006

Festgottesdienst

Anlässlich der Einweihung der restaurierten Donatorgel in der Brandiser Kirche.

15.09.2006

Schulfest

Quelle: Stadtarchiv
Quelle: Stadtarchiv

Großes Schulfest aller Schulen anlässlich „100 Jahre Schulhausbau“ als Auftakt für weitere Veranstaltungen im Schuljahr 2006 / 2007

01.09.2006

Radwegeinweihung

Einweihung des neuen Radwegs zwischen Brandis und Beucha

21.05.2006

Bürgermeisterwahl

Wiederwahl von Herrn Andreas Dietze zum Bürgermeister im ersten Wahlgang.

09.02.2006

Erweiterungsbau der Grundschule Brandis

Quelle: Stadtarchiv

Die Einweihung des Erweiterungsbaus der Grundschule Brandis für die Ganztagsbetreuung rundet die Schullandschaft ab. Der „Schulcampus“ ist fast vollendet.

2005

Grundschule in Beucha

Aufnahme von 2005
Quelle: Stadtarchiv
Aufnahme von 2007
Quelle: Stadtarchiv
09.09.2005 - 12.09.2005

Festwochenende „600 Jahre Polenz“

20.05.2005

Feierliche Einweihung der Dreifelder Mehrzweckhalle

Diese befindet sich in der Poststraße.

14.11.2004

Amtseinführung von Pfarrer Dr. Ulrich Seidel

30.04.2005 - 30.04.2004

Meilensteinlegung

1. Meilensteinlegung „Brandiser Meile“ in der Hauptstraße

31.12.2003

Schließung des Seniorenheims der Stadt Leipzig im Schloss Brandis

14.10.2003

Filialeröffnung der Sparkasse Muldental

03.10.2003

Volksfest

Zur Einweihung des neu gestalteten Marktplatzes in Brandis.

27.08.2003

Gründung des Vereins „Initiative für Vernunft e.V.“

16.08.2003

Schließung des Postamtes Brandis

Ersatz durch die private Postfiliale (C. Steinhilber) im Teichdamm

12.10.2002

Eröffnung des CVJM-Jugendzentrums (Jugendbereich)

31.08.2002

1. Oldtimertreffen in Brandis

13.08.2002 - 25.08.2002

Muldehochwasser

Wegen des Muldehochwassers leistet die Brandiser Feuerwehr 31 Einsätze

04.05.2002

1. Hoffest „Lanzbulldog-Hof Remler“

15.03.2002

Neues Wohngebiet "Sonnenhöhe"

Fertigstellung des ersten Musterhauses im neuen Wohngebiet „Sonnenhöhe“.

1999 - 2001

Neubau einer zweizügigen Mittelschule in Brandis

01.11.2001

Neues Seniorenzentrum Brandis

Einweihung von Haus 2 des Altenpflegeheims an der Bergstraße. Zusammen mit neu erbauten Wohnhäusern für altersgerechtes Wohnen „An den Birken“ bildet sich das neue Seniorenzentrum Brandis. Neu erbaute Reihenhäuser „An den Weiden“ schließen sich an.

20.07.2001 - 27.07.2001

Erfolg bei Olympia Feuerwehrkampfsport

Die Brandiser Feuerwehrfrauen werden mit der Muldentalauswahl in Kuoipo (Finnland) Olympiasieger im Feuerwehrkampfsport.

2000

Markt in Brandis

Quelle: Stadtarchiv
2000

Polenz alte Schule - Rat der Gemeinde

Quelle: Stadtarchiv
13.10.2000

Einweihung des neuen Kindergartens „Regenbogen“

01.08.2000 - 31.08.2000

KITA Pappellee im Bau

Aufnahme im August
Quelle: Foto Kayenberg

Die ursprünglich für den Stadtpark vorgesehene kommunale Kindertagesstätte geht in der Pappelallee in Bau. Es handelt sich um ein Wiederverwendungsprojekt der Partnergemeinde Hohenhameln für 75 Plätze.

27.05.2000

10. Sachsenpokal im Feuerwehrkampfsport

Das Ereignis hat 350 Teilnehmer.

30.04.2000

Ruhestand für Pfarrer M. Schiertz

Nach fast 25jähriger Dienstzeit in Brandis wird Pfarrer Manfred Schiertz in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin wird bis 2003 die Beuchaer Pfarrerin Christina Zacher.

22.07.1999

Gründung des Bürgervereins Brandis e.V.

01.05.1999 - 30.06.1999

Krauseduoübergabe

Quelle: Foto Kayenberg
Quelle: Familie Bense

Das letzte in Brandis im VEB Fahrzeugbau und Ausrüstungen gebaute Kraus Duo kehrt nach Brandis als Ausstellungsstück zurück. Es wurde von Herrn Manfred Bense aus Zernien als Geschenk an die Stadt übergeben nachdem es in ehrenamtlicher Arbeit von den Brandiser Herren Thomas Schreiber, Uwe Wadewitz, Siegfried Hennig und Manfred Franke zurücktransportiert und saniert wurde.

13.06.1999

Neuwahl des Bürgermeisters

Auf Grund der Gemeindegebietsreform macht sich eine Neuwahl des Bürgermeisters erforderlich. Im Ergebnis wurde Herr Andreas Dietze (bis zu diesem Zeitpunkt Bürgermeister von Beucha) für dieses Amt gewählt.

01.03.1999 - 31.03.1999

Sozialkomplex Bergstraße

Quelle: Foto Kayenberg
01.03.1999 - 31.03.1999

Wohngebiet Legoland

Quelle: Foto Kayenberg

Das durch die Kommunale Entwicklungsgesellschaft mbH entwickelte Wohnungsbaugebiet „Legoland“ ist nahezu vollständig belegt.

01.01.1999

Zusammenschluss von Brandis und Beucha

Neue Stadt Brandis mit den Ortsteilen Brandis, Beucha, Polenz und Waldsteinberg. Zu diesem Zeitpunkt wohnen in Brandis 6433 und in Beucha 3222 Einwohner, die Gesamteinwohnerzahl erhöht sich somit auf 9655.

1995 - 1998

Zahlreiche neue Wohnhäuser

Bau zahlreicher neuer Wohnhäuser an der Waldstraße, Bergstraße, Westsiedlung und zwischen den Straßen nach Machern und Gerichshain sowie in Waldsteinberg.

01.12.1998 - 31.12.1998

Vereinbarungsunterzeichnung zum Gemeindezusammenschluss

Quelle: Foto Kayenberg

Im Zuge der Gemeindegebietsreform des Freistaates Sachsen zum 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde Beucha mit der Stadt Brandis zur neuen Stadt Brandis verschmolzen. Die beiden Bürgermeister unterzeichneten hierzu als letzte Amtshandlung eine „freiwillige“ Vereineinigungsvereinbarung und schieden am 31.12.1998 aus dem Amt, da ihre Kommunen nicht mehr existierten. In der Folge kam es zur Neustrukturierung der Stadt Brandis.

27.11.1998

Neues Feuerwehrgerätehaus in Beucha

01.10.1998 - 30.10.1998

Baubeginn Mittelschule

Quelle: Foto Kayenberg

Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Germer wurde der Spatenstich für den Mittelschulneubau unter Anwesenheit von Regierungsvizepräsidenten Noltze vollzogen.

13.07.1998

Eröffnung eines Altenpflegeheims

Eröffnung des neu erbauten Hauses 1 des Altenpflegeheims Brandis auf dem ehemaligen VEB Fahrzeugbau an der Bergstraße

01.05.1998 - 31.05.1998

Baubeginn des Klärwerks

Quelle: Foto Kayenberg

Der Geschäftsführer des AZV „Zur Reinhaltung der Parthe“, Herr Peter Konheiser und der AZV-Verbandsvorsitzende BM Frank Mieszkalski geben den Bau des Klärwerkes für die Partheregion frei. Damit wird ein wichtiger Grundstein für die bauliche und umweltverträgliche Entwicklung der Stadt Brandis gelegt.

01.11.1997 - 30.11.1997

Buchautor Steven Ramson in Brandis

Quelle: Foto Kayenberg

Mit Unterstützung von unserem Ortschronisten Herrn Frank Schimpke und Bürgermeister Frank Mieszkalski werden Treffs mit Zeitzeugen des Flugplatzes Brandis-Waldpolenz organisiert.

Es erschein das Buch „Zwischen Leipzig und der Mulde – Flugplatz Brandis 1935 – 1945“

28.09.1997

Einstellung der Bahnlinie Brandis – Trebsen / M.

01.02.1997 - 28.02.1997

Das Gymnasium erhält die Eigenständigkeit

Quelle: Foto Kayenberg

Die Stadt Brandis übernimmt vom Landkreis Muldentalkreis das Gymnasium in städtische Trägerschaft. Landrat Dr. gerhard Gey und Bürgermeister Frank Mieszkalski unterzeichnen den Übertragungsvertrag der Bestand und Selbständigkeit des Gymnasiums in Brandis für die Zukunft sichern.

1996

Gründung des Jugendblasorchesters

01.11.1996 - 30.11.1996

Fachklinikum Brandis

Quelle: Foto Kayenberg
01.04.1996 - 30.04.1996

Grundsteinlegung Altenheim an der Bergstraße

Quelle: Foto Kayenberg

Herr Werner Bärsch und Bürgermeister Mieszkalski legen den ersten Grundstein für den Sozialkomplex Bergstraße beginnend mit einem Altenheim, altersgerechten, betreuten Mietswohnungen und weiteren Eigentumswohnungen. Die Stadt Leipzig beabsichtigt das Pflege- und Altenheim im Schloss Brandis auslaufend zu schließen.

01.04.1996 - 30.04.1996

Tankstelle am Markt wird abgerissen

Quelle: Foto Kayenberg

Die alte MINOL Tankstelle auf dem Marktplatz wird infolge ihre Gefährdungspotenzials und der beginnenden Innenstadtsanierung abgerissen.

01.01.1996

875 Jahre Brandis

Quelle: Foto Kayenberg

Die Stadt Brandis tritt mit einer festlichen Eröffnungsveranstaltung in der Kirche und mit einem anschließenden Neujahrs-Beisammensein auf dem Marktplatz in ihr Jubiläumsjahr ein.

01.09.1995 - 30.09.1995

Eröffnung VR Bank am Markt in Brandis

Quelle: Foto Kayenberg
Quelle: Foto Kayenberg

Die Volks- und Raiffeisenbank Wurzen baut und eröffnet eine neue Bankfiliale am Marktplatz.

12.09.1995

Eröffnung des neu erbauten Reha-Klinikums am Kohlenberg

01.08.1995

Brandis hat erstmals ein selbständiges Gymnasium

11.06.1995

Eröffnung der CVJM-Kinderstube

Quelle: Foto Kayenberg

Eröffnung der neu erbauten CVJM-Kinderstube am Zeititzer Weg. Der CVJM Brandis hat die Trägerschaft und den Bau eines neuen Kindergartens für die Stadt übernommen, da zu dieser Zeit nur freie Träger eine Investitionsförderung von 90 % erhalten konnten. Zudem strebte der Stadtrat eine zukünftige Trägervielfalt bei sozialen Dienstleistungseinrichtungen an.

01.05.1995 - 31.05.1995

Brandis startet durch

Quelle: Foto Kayenberg
Quelle: Foto Kayenberg

Zum zweiten Mal führt die Stadt Brandis die Sport-, Freizeit und Gewerbeschau auf dem Flugplatzgelände Waldpolenz mit über 20. 000 Besuchern durch.

03.03.1995

Gründung des Regionalen Verkehrsvereins e.V.

Gründung des Regionalen Verkehrsvereins e.V. Sitz Brandis durch Zusammenschluss des Wirtschaftsförderungsvereins und des Verkehrsvereins „Parthenaue“.

1990 - 1994

Verlust von Arbeitsplätzen

Alle ehemals strukturbestimmenden Betriebe des Ortes (Silikatwerk, Verpackungsmittelwerk, FBA, Grünanlagen- und Straßenbau) gehen nacheinander in Liquidation – Wegfall von ca. 2500 ortsgebundenen Arbeitsplätzen. Von der Stadt werden als soziale Sicherungsmaßnahme über 500 ABM organisiert.

1994

Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet Beucha

1994

Vorhaben- und Erschließungspläne genehmigt

Die Vorhaben- und Erschließungspläne „Wohnen in Beucha“ und „Wohnpark am See“ in Beucha werden genehmigt.

1994

Gymnasium in Brandis

Quelle: Stadtarchiv
01.09.1994 - 30.09.1994

Richtfest Shoppinginsel

Quelle: Foto Kayenberg
Quelle: Foto Kayenberg

Um die Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs für die Brandiser zu sichern wurde das Ladenzentrum errichtet nachdem die DDR-Kaufhallen und Versorgungseinrichtung nach und nach geschlossen wurden.

15.09.1994 - 17.09.1994

Landesfeuerwehrverbandstag

1. Sächsischer Landesfeuerwehrverbandstag in Brandis. Brandis gehört zum neu gebildeten Muldentalkreis.

01.08.1994 - 30.08.1994

Ministerpräsident Kurt Biedenkopf besucht Brandis

Quelle: Foto Kayenberg

Er wird im Schlosssaal des Brandiser Pflege- und Altenheimes empfangenFrau Biedenkopf ist sehr angetan von dem ihr von Bürgermeister Mieszkalski übergebenen wilden Wiesenblumenstrauch der auch Disteln und Brennnesseln enthält. Dieser soll an die vielen schwierigen Alltagshürden beim harten Aufbauwerk in Brandis erinnern.

29.03.1994

Schlüsselübergabe für den Militärflugplatz

Symbolische Schlüsselübergabe für das Gelände des ehemaligen GUS-Militärflugplatzes Waldpolenz vom Freistaat Sachsen an die Kommunale Entwicklungsgesellschaft Muldental.

1993

Fertigstellung von Wohnhäusern

Quelle: Foto Kayenberg

Fertigstellung der drei neuen mehrgeschossigen Wohnhäuser. Die kommunale Brandiser Wohnungsbaugesellschaft mbH errichtet in der Poststraße 64 Sozialwohnungen um die noch vorherrschende Wohnungsnot aus DDR-Zeit mit über 120 auf eine freie Wohnung wartenden Familien.

1992

Eingemeindung von Polenz

Aufnahme im September
Quelle: Foto Kayenberg

Eingemeindung des benachbarten Dorfes Polenz nach Brandis. Nach Eingemeindung von Polenz wurde der erste frei und geheim gewählte Stadtrat von Brandis um die Polenzer Gemeinderäte aufgestockt.

1992

Zusammenschluss von Schulen

Zusammenschluss der polytechnischen Oberschulen Brandis und Beucha zur Mittelschule Brandis

1992

1. Ostdeutsche Präg DEA Tankstelle

Quelle: Foto Kayenberg
Quelle: Familie Hämmersbach

Präg DEA eröffnet seine erste ostdeutsche Tankstelle in Brandis, Beuchaer Straße, die von der Familie Hämmersbach bis 2014 betrieben wird. Die nächst gelegenen Tankstellen lagen über 20 km entfernt und die einzige Zapfsäule mitten auf dem Brandiser Marktplatz war dem Ansturm der Autofahrer nicht mehr gewachsen.

23.08.1992

Einweihung der neuen Grundschule & des Brandiser Gymnasiums

31.07.1992

Neues Gewerbegebiet West

Quelle: Foto Kayenberg

Erster Spatenstich auf dem neuen Gewerbegebiet West zwischen Brandis und Beucha. Auf rund 22 ha wollen sich mehr als 20 Firmen ansiedeln. Am 31. Juli 1992  vollziehen Landrat Dr. Gerhard Gey und Bürgermeister Frank Mieszkalski den ersten Spatenstich für das Gewerbegebiet West, in der Hasenheide, das durch die Brandiser Kommunale Entwicklungsgesellschaft mbH erschlossen und vermarktet wird. Seit 1989 waren in Brandis ca. 2.400 angestammte Arbeitsplätze der ehemals volkseigenen Betriebe weggefallen.

30.06.1992

Abzug der GUS-Streitkräfte vom Flugplatz Waldpolenz

1991

Gründung des Wirtschaftsförderungsvereins und des Verkehrsvereins

Gründung des Brandiser Wirtschaftsförderungsvereins e.V. und des Verkehrsvereins „Parthenaue“ e.V.

1990

Erste demokratische Kommunalwahlen seit 1947

Die Wahlbeteiligung lag bei 79,5%.

1990

Änderungen in der Vereinswelt von Brandis

Nach Umstrukturierung der BSG „Stahl Brandis“ erfolgt die Gründung des TSV Rot-Weiß 90 Brandis e.V. Zu Jahresende bildet sich eine Gruppe des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Brandis, die ab 1991 als rechtsgültiger Verein zu arbeiten beginnt.

1990

Neue Einkaufsstätten für Brandis

Parallel zur Schließung der ehemaligen volkseigenen Verkaufseinrichtungen erfolgen ab 1990 die Eröffnung zahlreicher Privatgeschäfte und die Ansiedlung mehrerer SB- und Fachmärkte.

1990

Vermutetes Internierungslager

Quelle: Foto Kayenberg

Im Kohlenbergwald an der Bahnstrecke nach Ammelshain entdecken Bauhofmitarbeiter ein mit Bahnschwellen  eingegrenztes  Quartier mit mehreren Unterteilungen. Da niemand hierzu Auskünfte geben konnte, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um ein Sammellager der MfS handeln könnte.

19.09.1990

Wiedergründung der „Schützengesellschaft Brandis e.V.“

11.05.1990

Erste Stadtratsitzung

Erste konstituierende Sitzung des neu gewählten Stadtrates. Frank Mieszkalski (SPD) wird neuer Bürgermeister.

01.12.1989 - 31.12.1989

Brandiser demonstrieren bei der Wende

Der Brandiser Harald Weber auf der Montagsdemo in Leipzig im Dezember 1989
Der Brandiser Harald Weber auf der Montagsdemo in Leipzig im Dezember 1989
Quelle: Frank Mieszkalski, Brandis
25.12.1989

Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR

Gründung der SDP in Brandis 005
Quelle: Frank Mieszkalski, Brandis
Gründung der SDP in Brandis 004
Quelle: Frank Mieszkalski, Brandis
Gründung der SDP in Brandis 006
Gründung der SDP in Brandis 006
Quelle: Frank Mieszkalski, Brandis

Aus der oppositionellen Bürgerbewegung, die sich im Herbst 1989 im Sportlerheim „Freundschaft“ trafen, ging ab 25. Dezember 1989 die Gründung der SDP – Sozialdemokratische Partei in der DDR hervor.

20.12.1989

Tagung des "Runden Tisches" im Rathaus

Im Rathaus tagt zum ersten Mal der „Runde Tisch“. Dieses Gremium soll bis zu den Kommunalwahlen zusammen mit dem Bürgermeister alle Entscheidungen treffen.

1988

Schließung des alten Kinos in der Mathildenstraße

1984

100 Jahre Steinmetzarbeit in Beucha

In diesem Rahmen: Einweihung eines Denkmals oberhalb des Kirchbruchs.

1979

Bau der Beuchaer Kaufhalle

1978

Einweihung des Schulneubaus in der Bahnhofsstraße

Quelle: Stadtarchiv
Quelle: Stadtarchiv
1978

Eröffnung der Kinderkrippe Beucha

Diese umfasst 20 Betreuungsplätze.

1976 - 1977

Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion

In der Landwirtschaft erfolgt die Trennung von Tier- und Pflanzenproduktion durch Bildung der LPG Tierproduktion „Friedrich Engels“ Brandis und der LPG Pflanzenproduktion „Lenin“ Machern

1977

Blick auf die Kirche aus der Bahnhofstraße

Quelle: Foto Kayenberg
1976

POS Albert Kuntz

Quelle: Foto Kayenberg
1975

Gründung des Gemeindeverbandes

Gründung des Gemeindeverbandes Brandis (Brandis, Beucha, Gerichshain, Machern, Polenz) mit Sitz in Brandis

1975

Einschulung in Brandis

Quelle: eingereicht von Uwe Keßler

Einschulung in Brandis-dies war eine a-Klasse die aus Brandiser und Polenzer Schülern bestand.

1974

Kapelleneinweihung

Einweihung der Kapelle der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schmiedegasse.

1973

Errichtung des Agrochemischen Zentrums Brandis (ACZ)

1972

„Feldschlößchen“ wird Kulturhaus

Umbau der Gaststätte „Feldschlößchen“ in Beucha zum Kulturhaus

1971

Produktionsbeginn des Versehrtenfahrzeuges „Duo“

1969 - 1970

Weiterbau der Autobahn

1968

Gründung des VEB Kies- und Naturstein Leipzig

Der Sitz des VEB befand sich in Beucha.

1968

Tanzstundenjahrgang

Quelle: Foto Kayenberg
1967

Volksfest 100 Jahre FFW Brandis

1967

Konfirmationsjahrgang bei Pfarrer Bedau

Quelle: Foto Kayenberg
1964

Aufstieg der 1. Herrenmannschaft von Stahl Brandis in die Fußballbezirksliga

Gerd Große-Von Delitzsch nach Brandis im Jahre 1964 – Erinnerungen

„Nach Brandis, wo liegt denn das?“ An einem Sonnabend Anfang Mai 1964 ging es zum Rückspiel Lok Delitzsch II gegen die bereits aufgestiegenen Stahlwerker von „Stahl“ Brandis. Mit dem planenbedeckten LKW der Marke H3 a ging es auf die Reise. Die Spannung war raus, Brandis aufgestiegen, Delitzsch im sicheren Mittelfeld. Was uns in Brandis erwartete, überraschte dann doch, der wohl gepflegteste Rasenplatz im Bezirk Leipzig. Da macht das Fußballspiel schon vor dem Anpfiff Spaß. Aber zunächst stand eine Würdigung der Aufstiegshelden an. Mit herzlichen Worten bedankte sich der langjährige Sektionsleiter der Brandiser, Fritz Sommer, bei seinen Blau-Gelben -Helden . Noch ein Sträußchen Vergißmeinnicht aus den Händen der Nachwuchskicker und das Spiel begann. Beeindruckend war die Kulisse von wohl 500 Zuschauern, die ihre Aufsteiger anfeuerten. Am Ende stand ein gerechtes 1:1 auf dem Spielbericht dieses bedeutungslosen Spiels. Halt, halt, ganz so bedeutungslos sollte es dann doch nicht bleiben, zumindest nicht für drei Delitzscher Spieler und ihren Trainer Rolf Rößler. Mit Beginn der neuen Serie verstärkten die Spieler Hans Theile, Gerd Große und Dieter Perschke das nun von Rößler trainierte Team der Brandiser. Keine einfache Sache für mich. Zunächst hieß es: 5 Uhr raus, von Delitzsch nach Leipzig, dann weiter zur Ausbildung nach Böhlen und abends von Böhlen zum Training nach Brandis und mit dem letzten Zug, dem “ Lumpensammler“ zurück nach Delitzsch. Wie oft ich im Zug eingeschlafen bin, um dann in Bitterfeld aufzuwachen weiß ich nicht mehr, aber es war nicht selten. Als damals 20-jähriger Jungspund musste ich mich natürlich hinter so gestandenen Spielern wie Günter Landschreiber, Klaus Werner, Gerhard(Freddy) Pankonin, Jürgen Hildebrand oder Gerhard Antonin anstellen, um in die Mannschaft zu kommen. Ich hatte schon eine zweijährige Bezirksligaerfahrung, andere Brandiser spielten aber auch schon in der 2.Liga! In der Bezirksliga liefen 11 Spieler auf und mussten durchspielen, Auswechslungen standen satzungsgemäß nicht an, dafür durften wir in der II. ran, die, so gut bestückt, bald darauf sogar den Kreismeistertitel gewann und den Kreis Wurzen im FDGB-Bezirkspokal repräsentierte. In unserer 2. Herrenmannschaft tummelten sich zahlreiche Talente, die sich auf ihren Einsatz in der1.Mannschaft vorbereiteten.
Auf dem Brandiser Sportplatz“ Freundschaft“ trafen sich Woche für Woche mehr als 500 Zuschauer aus Brandis und den Nachbarorten. Als Aufsteiger gelang uns eine bemerkenswerte Serie. Das Ziel Klassenerhalt wurde sicher erreicht. Wir waren nicht die Mannschaft mit den filigransten Techniker, aber kämpfen konnten wir bis zum Schlusspfiff und das begeisterte die zahlreicher Fans. Das erste Kreisderby zwischen Stahl Brandis und Empor Wurzen legte eine Spannung über die Stadt, die mit Händen zu greifen war. Mich, als “ Nochdelitzscher“, ließ das völlig kalt. Stadtderbys zwischen Lok und Traktor Delitzsch hatten auch in der Bezirksliga Leipzig etwas Besonderes. Als 18-jähriger trug ich das schwarz- rot der Eisenbahner im Stadtderby 1962 und das vor mehr als 3000 Zuschauern! Heute besuchen auch die Delitzscher Bezirksligaspiele kaum mehr als 100 Unentwegte. Das erste Kreisderby lockte aus der ganzen Umgebung Fußballbegeisterte nach Brandis. Der Kassenwart vermeldete mehr als 1300 Zuschauer! Das Spiel fand keinen Sieger, war aber trotz des torlosen Unentschieden spannend bis zur letzten Minute. Zum Rückspiel lasen wir im Wurzener Stadionheft über das Spiel:“ Die Bäume rund um den Brandiser Sportplatz können ein Lied von der Brandiser Spielweise singen.“ So etwas stachelt an. „Dann werden wir heute mal zeigen, wie wir spielen!“ Am Ende musste sich der Favorit und Titelaspirant mit einem für ihn schmeichelhaften 1:1 zufrieden geben. Die Glücklichen waren wir und stolz obendrein. Glücklich und stolz auch am Ende des Spieljahres 1964/1965 . Mit Platz 9 war mehr als erwartet erreicht. Ein weiteres Bezirksligajahr stand an. Brandis wurde in den Folgejahren eine gute Adresse für Spieler aus der gesamten Region. So kamen unter anderen aus Holzhausen Manfred Deunert, aus Wurzen Wolfgang Barchewitz, aus Ammelshain Klaus Heller, aus Beucha Lothar Taubert, aus Altenbach Tomas Reichenbach. Brandis war eben eine gute Adresse. Da waren wir wohl die erste Truppe in der Bez.Liga, die mehrheitlich aus auswärtigen Spielern bestand. Wenn wir zu unseren Spielen fuhren, starteten in Brandis oft nur 5-6 Spieler, die anderen stiegen unterwegs zu. Da war schon immer vor dem Spiel viel Spannung in der Luft, denn handys gehörten noch nicht zu unserer Ausrüstung. Auch unser Trainer, Rolf Rößler, wurde meist erst in Leipzig aufgelesen. Zum Spiel in Zechau gab es wohl eine Informationslücke. Der Trainer war nicht am vereinbarten Treffpunkt, die Zeit war knapp und wir bald ohne Trainer unterwegs. Der Erfahrendste, der „Lander“, übernahm die Aufgabe. Gerade als Rößler nach 30 Minuten den Zechauer Sportpaltz erreichte kassierten wir den Rückstand. Die Wut entwich jedoch recht schnell, denn unsere Dauertorschützen, die „Minne“ und „Spittel“ retteten uns den Sieg. Entspannung gab es dann mit dem Jahrgang `50. Die gute Nachwuchsarbeit zahlte sich endlich aus. Der legendäre Jahrgang brachte mit Günter Kögler, Wolfgang Gutmann, Hubert Hahn, Ernst Voigt, Werner Lindenhain Spieler hervor, die sofort in der Bezirksliga spielten, sehr erfolgreich und über viele Jahre. Brandis blieb eine gute Adresse, aber auch für andere Vereine. So verließen unsere größten Talente, Günter Kögler und Hubert Hahn unseren Verein in Richtung 2. Liga und gehörten auch dort zu den Stammspielern.
Erst die Liebe ließ mich vom “ Delscher“ zum “ Brandser“ werden. So konnte ich am 31. Juli 2014 meine 50- jähriges Mitgliedschaft im Brandiser Fußballverein feiern – Ein Jubiläum, das mich stolz macht!

 

13.12.1964

Bahngeschichten: Haltepunkt Beucha-Ost

Haltepunkt Beucha-Ost
Quelle: Dirk Reinhardt, Trebsen

Erhalten gebliebene Fahrkarten bezeugen, dass hauptsächlich Leipziger Ausflügler und Wochenendhausbesitzer die Bahnverbindung mit Halt in Kleinsteinberg nutzten. Letztere luden sich dann auch oft Gäste ein – siehe die Einladung vom August 1944 –, die ebenfalls per Bahn an- und abreisen konnten. (Fahr- und Einladungskarte: Sammlung Dirk Reinhardt)

Die Geschichte einer Bahnfahrt – von Beucha nach Trebsen am 13.12.1964 – können Sie hier nachlesen: http://muldental-history.de/

1963

Brandis, Markt 1963, mit Kiosk

Brandis, Markt 1963, mit Kiosk
Brandis, Markt 1963, mit Kiosk
Quelle: Karin Schreiber, Brandis
01.04.1962

Eröffnung der staatlichen Arztpraxis

Diese befand sich in der Leipziger Straße.

1960

Finanzschule im Schloss Brandis

Quelle: Foto Kayenberg
1960

Schulbaracke in Brandis

Quelle: Stadtarchiv
01.03.1960

Gründung von Genossenschaften

Mit Gründung der LPG „Cämmerei“ Typ I wird Brandis „volksgenossenschaftlich“, vorher waren schon die LPG „Freundschaft“ und „Frohe Zukunft“ gebildet worden.

1958

Gründung der LPG „Granit“ Typ III in Beucha

01.08.1958 - 30.08.1958

Schulanfänger mit Zuckertüten

Quelle: Frank Mieszkalski, Brandis
1956

Schulfest zum 50-Jährigem

Quelle: Rundblick

Schul- und Heimatfest anlässlich der vor fünfzig Jahren erfolgten Fertigstellung des Schulgebäudes in der Schulstraße.

01.01.1955

Einweihung der Beuchaer Schule

um 1954
Quelle: HP Grundschule Beucha
1954

Sonderschule am Schützenplatz

Nach Umbau der ehemaligen Schießanlage am Schützenplatz wird das Gebäude als Sonderschule für lernschwache Kinder genutzt; die Einrichtung wird 1974 nach Zschorna verlegt.

1951 - 1952

Bau und Übergabe der FEMA-Wohnhäuser

Diese wurden in der verlängerten Rathausgasse und Leipziger Straße errichtet.

1952

Kreiswechsel für Brandis

Brandis kommt zum neugebildeten Kreis Wurzen, vorher gehörte es zum Kreis Grimma.

1951

Erbauung eines Wasserreservoirs

Zur Stabilisierung der Trinkwasserversorgung wird dieses auf dem Kohlenberg errichtet.

1950

Eröffnung des ersten HO-Ladens

Dieser befand sich in der Hauptstraße.

1950

Baubeginn der Werksabteilung der FEMA

Spätherbst, Baubeginn der Werksabteilung 3 der FEMA auf freiem Feld zwischen Polenz und Brandis. Schon 1951 erfolgt die Inbetriebnahme der ersten vier Schachtöfen.

1950

Mittelschule in Brandis

Quelle: Stadtarchiv
1950

Einschulung in Brandis ca 1950

Quelle: Foto Ruppe
01.01.1950

Das Brandiser Schloss wird Staatsbesitz

Das Brandiser Schloss samt Nebengebäuden geht in den Besitz des Staates über. Nach Umbau wird das Schloss als Finanzschule der DDR genutzt.

1948

Verstaatlichung der Karl Fliesen AG

Dies wird die Sächsische Tonwerke. Damit ist der letzte Brandiser tonverarbeitende Betrieb in Volkseigentum übergegangen.

1947

Einrichtung eines Braunkohlentagebaus

Die Einrichtung erfolgt auf den Polenzer Dammwiesen durch die Stadt Leipzig.

01.09.1947 - 30.09.1947

Bau von Neubauernhäusern

Wie bspw. die Neubauernsiedlung West, am Pappelweg, Mittelweg usw.

1944 - 1946

Brandiser Geschichte von Ursula Israel

Quelle: Mit-Mach-Stadt-Workshop
30.06.1946

Verstaatlichung der Brandiser Tonwerke

Dies umfasst auch die Tongrube „Reinhild“.

1945

Gründung der Volkssolidarität Beucha

1945

Ledergroßhandlung zieht nach Beucha

Die Firma Hammerschmidt Großhandlung für Leder (1838 in Leipzig gegründet und im Krieg ausgebombt) siedelt sich in Beucha an.

1945

Gründung der VEB Granit-Porphyr-Werke Beucha

Nach Enteignung der Beuchaer private Steinbrüche.

23.12.1945

Erwerb des Schlosses durch die UdSSR

Das Volkskommissariat für Außenhandel der UdSSR nutzt das Schloss als Intourist-Hotel.

1.10.1945

Aufnahme des Schulbetriebes

Es gibt 26 Klassen mit insgesamt 859 Schülern.

17.08.1945 - 24.09.1945

Durchführung der Bodenreform in Brandis

Es folgt die Aufteilung des Rittergutes.

02.07.1945

Abzug der amerikanischen Truppen aus Brandis und Beucha

Übernahme der Stadt durch Einheiten der Roten Armee. Das Schloss wird Kommandantur. Zu  Kriegsende befinden sich 1864 Flüchtlinge und 178 ehemalige Kriegsgefangene in der Stadt.

01.04.1945 - 30.04.1945

Räumung des Militärflugplatzes Polenz

17.04.1945

Übergabe der Stadt

Um die Stadt vor Zerstörungen zu bewahren, übergibt der Feuerwehrleiter Hugo Schmidt zusammen mit Dr. Georg Reichel, Sattlermeister Willy Fichtner und dem Gastwirt Max Goldammer auf dem Flugplatz die Stadt an die Amerikaner.

16.04.1945

Einmarsch in Brandis

Ein Vortrupp der amerikanischen Armee erscheint nachmittags in Brandis und Beucha. Sie beziehen in der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ Quartier.

05.03.1945

Bombenabwurf in Beucha

Die Schule und mehrere Wohnhäuser werden völlig zerstört, umliegende Gebäude erheblich beschädigt, 19 Tote.

1944

Einschulung in Polenz

Quelle: Claus Schilling

Claus Schilling ,1944

15.06.1943 - 15.07.1943

Ausgrabungen auf dem Kohlenberg

Thomas Friedrich: Die einstigen Ausgrabungen auf dem Kohlenberg bei Brandis

Der Rundblick, Jahrgang 3, Heft 5/6 (1. Und 15. März 1956), Seite 152

Auf dem Brandiser Kohlenberge sind im Jahre 1943 umfangreiche Vermessungen und Ausgrabungen vorgenommen worden, um dort ein größeres von den Illyrern angelegtes Hügelgrab nahe der oberen Kante des westlichen Steinbruches, das durch den Abbau gefährdet war, zu erforschen.

Das Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität Leipzig und das Museum für Völkerkunde in Leipzig begannen gegen Mitte Juni 1943 unter Leitung von Dr. Jorns mit den Arbeiten. Ich selbst kann mich noch gut erinnern, wie wir eines schönen Tages mit einem Theodoliten, mit Meßlatten, Bandmaßen und anderem Zubehör auf dem Kohlenberge eintrafen und mit der Arbeit begannen. Zuerst mußten Bäume gefällt, dann das Erdreich abgetragen werden, und schließlich wurde dann die Steinpackung sorgfältig abgehoben, wobei Profile stehen blieben, die dann die Studenten zeichneten. Erst nach längerer Arbeit fanden wir in ziemlicher Tiefe Urnen- und Gebeinreste.

Im Zusammenhange mit diesen Arbeiten wurde auch damals das gesamte Gebiet des Kohlenberges nach vorgeschichtlichen Gräbern systematisch untersucht. So wurden in den ersten Juliwochen des Jahres 1943 weit mehr als 26 Gräber ausfindig gemacht. (Siehe hierzu „Rundblick“ Heft 8/55, Seite 159.) Soweit ich mich erinnere, waren es 33 sowie noch eine Anzahl ältere Anlagen, die damals als steinzeitliche, teilweise eingeebnete und durch Wegebau zerstörte Gräber angesehen wurden. Des weiteren wurde noch eine merkwürdige kellerartige Grube (südöstlich des trigonometrischen Punktes, an einer nach Süden führenden Schneise) nachgewiesen, deren Zweck damals nicht recht ersichtlich war.

Ebenfalls nach Südosten zu, aber noch auf ziemlicher Höhe, entdeckten wir eine frühmittelalterliche Burganlage. Beide Objekte wurden ebenfalls mit vermessen. Leider dürften die Messunterlagen nicht mehr oder nur lückenhaft vorhanden sein, denn schon kurze Zeit später konnte ich infolge des Krieges keine Verbindung mehr mit Herrn Dengler aus Dresden bekommen. Vermutlich wurden die Unterlagen bei der Zerstörung Dresdens mit vernichtet, wie ja auch in Leipzig in der ehemaligen Annenschule, auf der Moritzbastei und im Fridericianum der Universität umfangreiche Sammlungen zerstört wurden.

Ein weiteres Objekt sei zum Schluss noch genannt. Es ist das sogenannte „Güntherschlösschen“ östlich der Eisenbahn nach Ammelshain. Es war eine kreisrunde Wallanlage, die, noch 1943 von einem Bächlein gespeist, einen urtümlichen Eindruck erweckte. Auch sie ist eine frühgeschichtliche Befestigungsanlage.

Heute nun, wo nicht mehr nazistische Auffassungen der exakten wissenschaftlichen Forschung und Tätigkeit hemmend im Wege stehen, wo es nicht mehr gewissen Gelehrten „peinlich“ war, wenn die Grabungsergebnisse nicht Germanen, sondern Illyrer oder Slawen nachweisen, sollten wir viel mehr nach solchen Zeugen früherer Kulturepochen suchen und vergessenen Dingen nachspüren. Gerade die Waldungen im Grimmaer und Wurzener Land dürften noch weitere Objekte aus früheren Jahrtausenden bergen.

1942

Einschulung in Polenz

Quelle: Claus Schilling

Uta Schilling, 1942

01.07.1941 - 31.07.1941

Abriss der Siegessäule am Markt

Als Vorbereitung zur späteren Marktumgestaltung wird die Siegessäule am Markt abgerissen.

1935 - 1938

Vergrößerung des Ortes

Insbesondere durch den Bau von Siedlungshäusern in der Damaschkestraße, im Rosenweg und in der verlängerten Rathausgasse.

1938

Eingemeindung von Wolfshain und Kleinsteinberg zu Beucha

1937

Beginn des Baus der Reichsautobahn hinter dem Kohlenberg

1937

Großes Heimatfest „Das 700jährige Brandis“

1937

Waldschänke am Waldsteinberg

Quelle: Foto Kayenberg
1934 - 1936

Bau des Militärflugplatzes Waldpolenz

Bau des Militärflugplatzes Waldpolenz (Blindflugschule 1) und von Wohnhäusern für das Flugplatzpersonal. Wegen des Flugplatzes steigt die Einwohnerzahl von 4.320 (1930) auf 5.501 (Juni 1940).

31.12.1933 - 31.12.1935

Errichtung von Wohnhäusern an der Bergstraße.

1931

Einweihung des heutigen Sportplatzes „Freundschaft“

1929

Entstehung der Siedlungshäuser in der jetzigen Langen Straße

1929

Eröffnung einer Omnibuslinie

Die Omnibuslinie Brandis – Beucha-Nord – Zweenfurth – Bhf. Borsdorf wird eröffnet. Sie wird allerdings kurze Zeit später wieder eingestellt.

1929

Eingemeindung des Dorfes Cämmerei nach Brandis

1929

Einrichtung einer Jugendherberge nahe dem Wasserturm

1927

Gründung einer Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt und des heutigen Brandiser Kegelvereins

1926

Einweihung des Sportplatzes am Schützenplatz

1926

Anschluss Beuchas an das elektrische Leitungsnetz

1925

Entstehung der „Großen Siedlung“ in Beucha

Hier entstehen drei Stahlbauten, dies waren die ersten dieser Art in Deutschland.

1923

Gründung der KPD Ortsgruppe Beucha

1923

Während der Inflation Streiks und Hungermärsche nach Leipzig

20.10.1923 - 31.10.1923

Einmarsch der Reichswehr in Brandis

Es kommt zur Verhaftung von Arbeiterfunktionären.

1921

Gründung der Fußballsparte des Sportvereins

Bildung der Sparte Fußball des 1904 gegründeten Brandiser Allgemeinen Arbeiter-Turn- und Sportvereins.

1913 - 1914

Entstehung eines neuen Friedhofes in Beucha

1898 - 1913

Bau des Völkerschlachtdenkmals zu Leipzig

Die Beuchaer Steinbrüche beliefern den Bau des Völkerschlachtdenkmals zu Leipzig mit Granitporphyr.

1913

Fertigstellung des Wasserturms

Dieser entsteht am Hang des Beuchaer Kirchbergs und das Wasserwerk wird in Betrieb genommen.

1911 - 1912

Verlegung eines elektrischen Leitungssytems in der Stadt

1912

Errichtung einer katholischen Kapelle in Beucha

Diese wurde vom Bayernkönig Ludwig für die Steinarbeiter gestiftet.

01.04.1912

Gründung der Bottichfabrik Paul Luckwitz Beucha

1911

Erbauung eines neuen Postgebäudes in der Bahnhofstraße

1911

Gründung des Brandiser Kaninchenzüchtervereins.

1905 - 1910

Bau der Kanalisation in Beucha

1909 - 1910

Verlegung einer örtlichen Wasserleitung

Hierzu wird unter anderem am Zeititzer Weg der Wasserturm erbaut.

1909

Anlegung einer zentralen Beschleusung im Ort

1909

Gründung eines Siedlervereins

Dem 1921 die Gründung der heutigen Gartensparte „Frohsinn“ nachfolgt. Diese nennt sich zunächst „Gartenverein Brandis e.V.“.

1906 - 1907

Erbauung eines neuen Schulgebäudes

Quelle: Stadt Brandis
Bild um 1910
Quelle: Stadt Brandis
um 1910
Quelle: Stadt Brandis
um 1925
Quelle: Roland Müller

Nutzung als Zentralschule der Stadt (15 Klassen mit 696 Kindern) auf dem Gelände der „Drei Gärten“.

1895 - 1905

Neue Gastronomieangebote

Baumeister Döbler errichtet um 1900 die Gaststätte „Parkschlößchen“ und zur gleichen Zeit entsteht das „Restaurant zur Eisenbahn“ auf der Graulschen Wiese.

1905

Arbeiter bilden einen Konsumverein

1905

Errichtung einer Zahlstelle des Steinarbeiterverbandes

1905

Gründung des sozialdemokratischen Ortsvereins

01.12.1905

Brandis hat 2630 Einwohner

14.02.1904

Herausgabe des „Wochenblattes für Brandis und Borsdorf“ durch Paul Roithner

1901

Eröffnung des Haltepunktes Kleinsteinberg

1900

Brandis, Markt 1900, Hotel Ratskeller, Stadthaus und Post

Brandis, Markt 1900, Hotel Ratskeller, Stadthaus und Post
Brandis, Markt 1900, Hotel Ratskeller, Stadthaus und Post
Quelle: Karin Schreiber, Brandis
1898

Entstehung größerer Ziegeleibetriebe in der Stadt

Thonziegelwerk G. Juel mit der Kohlengrube „Frisch Glück“ (später Brandiser Tonwerke), Mitteldeutsche Ton- und Kohlenwerke (MITOKO), Erweiterung der sächsischen Tonwerke

1898

Beucha wird an das Gasnetz angeschlossen.

10.12.1898

Einweihung der Eisenbahnstrecke

Mit den Haltepunkten  Beucha – Brandis – Altenhain und Anschluss zu den Hengstbergbrüchen. Personenverkehr zunächst nur bis Brandis, Anlegung der Bahnhofsstraße.

1886

Beginn des Baus einer ersten Beschleusungsanlage im Ort

1885

Bau einer neuen Schule in Beucha gegenüber der Alten

1884

Bau eines Wasserturms im Schlossgarten

Im Ort gibt es noch keine Wasserleitung, nur öffentliche und private Brunnen.

1884

Umzug der Stadtverwaltung in das neu erbaute „Stadthaus“ am Markt 7

1884

Gründung des Kirchenchors und des Brandiser Rassegeflügelzüchtervereins

1883

Gründung des Granit- und Porphyrwerkes am Kohlenberg (Westbruch)

1883

Verlegung der Papierfabrik nach Brandis

Die Gebrüder Schurath verlegen ihre 1881 gegründete Papierfabrik nach Brandis.

1882

Gründung des ersten Brandiser Kindergartens

Die Gründung erfolgt durch die Freifrau Marie von Pentz.

1881

Eröffnung der Braunkohlengrube „Gottes Segen“

1880

Gründung des Allgemeinen Turnvereins Brandis (ATV)

1879

Eröffnung einer Schüler- und Volksbücherei in Beucha

1878

Gründung des Männerchorvereins Beucha

1876

Einrichtung einer Landwirtschaftsschule

1865 - 1875

Gründung der großen Steinbrüche in Beucha um 1870

1873

Erster hauptamtlicher Bürgermeister von Brandis

Es handelt sich um Herrn Heinrich Wachs.

1872

Bau des Personenbahnhofs in Beucha

1871

Errichtung einer Handstrichziegelei

Diese befand sich an der Straße nach Polenz.

1871

Aufstellung einer Siegessäule auf dem Markt

Nach dem Deutsch-französischen Krieg erfolgt der Bau auf dem Marktplatz.

1871

Gründung des Brandiser Schützenvereins

1867

Der Brandiser Gewerbeverein gründet eine Lösch- und Rettungskompanie

Dies wird später die Brandiser Freiwillige Feuerwehr.

1866

Bau der Eisenbahnstrecke von Leipzig nach Grimma

Damit verbunden ist der Bau des Güterbahnhofes in Beucha.

1859

Brandis hat 2091 Einwohner

1858

Einrichtung einer städtischen Sparkasse

1858

Gründung des Brandiser Gewerbevereins und eines Heimatvereins der Stadt

1857

Bau eines 2. Schulgebäudes

1858-1906 Altes Schulhaus Brandis
Quelle: Arthur Machwitz

Es entsteht anstelle der abgebrochenen Kantorscheune (heutiges Gebäude Physiotherapie Liebold).

01.08.1856

Eröffnung einer Postanstalt

09.05.1856

Brandis erhält ein Königliches Amtsgericht

Nach Übergabe der grundherrschaftlichen Gerichtsbarkeit an den Staat erhält Brandis ein Königliches Amtsgericht, das bis 1876 besteht.

1854

Gründung des Gesellenvereins „Gesellschaft Teutonia“

1849

Eröffnung des Braunkohlenschachtes „Gottes Segen“

1847 - 1848

Erweiterung des Kirchenschiffs

In Beucha wird das Kirchenschiff im Westen des Turmes erweitert.

1848

Bildung einer Kommunalgarde

1847

Gründung des ersten Brandiser Gesangsvereins

01.09.1842

Erstes Wochenblatt

Erstmals erscheint in Taucha das „Wochenblatt für Taucha, Liebertwolkwitz, Naunhof und Brandis“.

1837

Errichtung eines neuen Schulgebäudes am Kirchplatz

(Kirchgemeindehaus). Die Cämmerei begleicht ihren Anteil an den Baukosten durch den Verkauf der Gemeindeschenke (Drei Linden) bald, während Brandis noch bis 1854 verschuldet ist.

1835

Entlastung der Landwirte

Ablösung der bäuerlichen Lasten und Frondienste sowie der Erb- und Lehnsuntertänigkeit.

06.04.1834

Verpflichtung des ersten demokratisch gewählten Bürgermeisters und Stadtrates

Amtseinsetzung durch den Grimmaer Amtshauptmann von Welck.

1833

Bau einer neuen Schule in Beucha

30.08.1833

Wahl des ersten Bürgerausschuss

Wahl von neun Bürgern, die gemeinsam mit den provisorischen Communerepräsentanten einen Bürgerausschuss bilden. Wegfall der Einteilung der Stadt in vier Viertel und des Amtes des Viertelsmeisters.

16.05.1831

Feuer in der Ölgasse von Brandis

In der Ölgasse brennen die Gebäude der Grundstücke Nr. 13, 14, 15, 16 und 17 nieder. In Brandis und den umliegenden Dörfern wird viel für die Abgebrannten gesammelt.

30.03.1831

Wahl von provisorischen Communerepräsentanten

Die revolutionären Ereignisse erzwingen die Wahl von neun provisorischen Communerepräsentanten und sechs Ersatzkandidaten. Sie sind im Besitz des Stadtstempels und regieren neben dem vom Gerichtsherrn eingesetzten Bürgermeister. Nach Streitigkeiten wird den Communerepräsentanten der Stadtstempel wieder entzogen.

10.09.1830 - 11.09.1830

Einquartierung eines Regiments

Wegen der revolutionären Unruhen in Leipzig bekommt Brandis Einquartierung vom Marschen Regiment.

1823

Neue Marktgenehmigungen

Die Stadt erhält die Genehmigung, jährlich zwei Viehmärkte abzuhalten und den 3. Jahrmarkt auf Donnerstag oder Freitag nach der Leipziger Herbstmesse zu verlegen.

1823

Die erste Apotheke

Die Errichtung erfolgte durch den Leipziger Apotheker August Gotthilf Schwarze.

1813

Durchzug von Militärs

Durchzug der Truppen Napoleons und der gegen ihn kämpfenden Armeen. Drückende Einquartierungslasten und Plünderungen sind die Folge. Am 18. Oktober 8.00 Uhr steht General Bubnas Division (Verbündete) abmarschbereit bei Brandis, um an den Kämpfen um Leipzig teilzunehmen.

1806 - 1807

Einquartierung von preußischen Truppen

Nach der Schlacht von Jena und Auerstedt besetzen 1807 französische Truppen die Stadt – in der Folgezeit Rekrutierungen und Naturallieferungen an die napoleonische Armee.

1806

136 Häuser in der Stadt

Aufschwung der Bautätigkeit in der Stadt. Es entstehen meist kleinere Häuser, von denen viele noch strohgedeckt sind.

1802 - 1803

Brückenbau über die Parthe

Bau einer stabilen zweibogigen Brücke über die Parthe zwischen Beucha und Wolfshain.

1790

Gründung einer Tischlerinnung

Diese erhält erst 1799 zusammen mit den beiden vorher gegründeten Innungen die kurfürstliche Bestätigung.

1789

Errichtung eines städtischen Armenhauses

1783

Gründung einer Schneider- und Schuhmacherinnung

Die Innungsartikel werden am 30. Oktober von der Gutsherrschaft bestätigt.

1780

Erste Erwähnung einer Ziegelei im Ort

Diese entstand vermutlich am Schützenplatz.

1779

Wohnhäuserzählung

In einem während des bayrischen Erbfolgekrieges ausgestellten Schreiben werden im Ort 118 Wohnhäuser gezählt, von denen 93 wegen Armut ihrer Besitzer und Mangels an Schlafstellen als nicht für Einquartierung geeignet bezeichnet werden.

1771 - 1772

Durch Missernten große Hungersnot

1764

In der Stadt gibt es 51 Ackerbürger und 67 Häusler

1756 - 1763

Einquartierung preußischer Truppen

Während des Siebenjährigen Krieges. Die hohen Kontributionen, Rekrutierungen und Naturallieferungen an die Preußen belasten den Ort auf das härteste.

1763

Beginn der Kriegsreperaturzahlungen

Die Stadt beginnt mit der Abzahlung ihrer Schulden aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges.

1754

Abhaltung des Himmelfahrtsmarkts zum alten Termin

1748 - 1749

Missernte

Eine Viehseuche in der Stadt legt den Verkehr zu den umliegenden Ortschaften lahm. Hungersnot und Einnahmeverluste der Bürger.

1735 - 1745

Einführung des Kartoffelanbaus in der Gegend

Durch den Naunhofer Pfarrer Christoph Gottfried Ungibauer um 1740.

1742

Drangsale im 2. Schlesischen Krieg

Durch einquartierte Truppen des Preußenkönigs Friedrich II.

1735

Anlegung eines Steinbruches am Kohlenberg (Ostbruch)

1731 - 1732

Errichtung des oberen Kirchturmteiles

Dieser ist heute noch erhalten.

1730

Brandstifter zerstören Brandiser Häuser

Von „losen Leuten“ gelegt, zerstört ein Brand sieben Wohnhäuser, darunter das Haus des Nachtwächters, welches die Stadt wieder aufbauen lässt.

1727

Vollendung des Schlossbaus

1721

Erneute Rechtvergabe an die Stadt

Durch einen Vergleich zwischen Stadt und Grundherr kommt es zur nochmaligen Bestätigung der Rechte des Schlossherrn, u.a. die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit auszuüben, die Bürgermeister zu bestimmen (ab 1722 zwei sich jährlich abwechselnde Bürgermeister, zwei Viertelsmeister). Diese Verordnung bleibt bis 1834 bestehen.

1716

Abgabe der Herrschaft

Die Brandiser Herrschaft geht an den Kreishauptmann Otto Wilhelm von Bodenhausen über.

1715

Einschränkung der Stadtrechte durch Kurfürstenerlass

Nach Streitigkeiten zwischen dem Schlossherrn und der Stadt werden durch einen Erlass des Kurfürsten die Rechte der Stadt stark eingeschränkt.

1712

Steuererlass für Brandis

Aus Rücksicht auf die wiederholten Stadtbrände werden der Stadt die rückständigen Steuern von 117 Gulden, 13 Groschen und 3 Pfennigen erlassen.

1711

Bau einer neuen armseligen Schule in Beucha

1710

Brandkatastrophe in Beucha

Eine Brandkatastrophe vernichtet in Beucha die Schule und 27 weitere Gebäude.

1704

Ein neuer Friedhof wird angelegt

Außerhalb der Stadt legt man einen neuen Friedhof an. Der alte Friedhof befand sich rings um die Stadtkirche.

1697 - 1698

Wiederaufbau des abgebrannten Rathauses

Zunächst mit Stroh gedeckt am Markt 9, wird dessen Dach erst 1709 mit Dachziegeln versehen und ein kleiner Turm aufgesetzt.

11.05.1696

Großer Stadtbrand & Schlossbau in Brandis

Erneuter Ausbruch eines großen Stadtbrandes, bei dem 41 Wohnhäuser, Schloss, Rathaus, Pfarre und Kirchturm ein Raub der Flammen werden. Wegen der großen Not gewährt Kurfürst August der Starke den Bürgern sechs Jahre Steuerbefreiung. Beginn der Erbauung des heutigen Barockschlosses mit Wirtschaftsgebäuden nach Entwürfen von David Schatz.

1690

Verkauf des Rittergutes von Brandis

Verkauf des Brandiser Rittergutes an den Kammerherrn Kraft Burchard von Bodenhausen, der es einige Jahre gemeinsam mit Otto aus dem Winkel besitzt.

1688

Erneut Feuer in Brandis - Markthäuser brennen nieder

Nach einer Steuerliste gibt es im Ort 60 Grundstücke, die alle noch vom Brand von 1637 wüst oder nur mangelhaft bebaut waren. Die Brandstellen befinden sich vorwiegend in der Ölgasse (Bahnhofsstraße), Grünen Gasse (Gartengasse), Schmiedegasse und Polenzer Gasse (Hauptstraße). Die Häuser um den Markt sind schon wieder aufgebaut. Sie brennen aber alle in dem Jahr erneut nieder. 16 Familien werden obdachlos.

1681

Schneekatastrophe in Beucha

Meterhoher Schnee in Beucha richtet riesigen Flurschaden an.

01.04.1664

Brand auf einem Bauerngut

Das Gut des Bauern Gottfried Berchmann fängt Feuer, mehrere Bauerngüter und die vorderen Schlossgebäude brennen ab.

1648

Ende des Dreißigjährigen Krieges

Nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges werden am Kirchberg in Beucha drei Friedenslinden gepflanzt.

1639

Hungersnot in Brandis

Durch den Krieg entsteht eine große Hungersnot, an deren Folgen mehrere Brandiser sterben.

02.02.1637

Feuer im Bäckerhaus

Im Hause des Bäckers Peter Beer bricht ein Feuer aus, dem 65 Wohnhäuser mit Scheunen und Ställen sowie Kirche, Pfarre, Schule und Rathaus zum Opfer fallen.

01.02.1637

Überfall der Schweden auf den Ort

Die Einwohner flüchten in die Wälder des Kohlenberges und in benachbarte Ortschaften.

1633

325 Pestopfer in Brandis

Fremde Söldnerscharen verbreiten die Pest in ganz Sachsen. In Brandis fallen ihr 325 Personen zum Opfer, das ist über die Hälfte der gesamten Einwohnerschaft. In Beucha ist über ein Viertel der Bevölkerung zu beklagen.

01.10.1632 - 31.10.1632

Der Dreißigjährige Krieg in Brandis

Nachdem die ersten Jahre des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) noch friedlich verliefen suchen kroatische Söldner und das Holksche Corps im Oktober den Ort heim.

01.01.1621 - 13.12.1621

Der Bierkrieg in Brandis

Heinz Winkler: Der Bierkrieg in Brandis

Der Rundblick, 2. Jahrgang, 1955, Heft 4, Seite 70

Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, als sich das Wurzener Land noch im tiefsten Frieden befand, trugen die Brandiser mit den Wolfshainern den ergötzlichen „Bierkrieg“ aus. Das städtische Archiv berichtet uns hierüber:

In Brandis hatten 38 Brauerben das Braurecht, und die umliegenden Ortschaften, die in der Bannmeile lagen, waren verpflichtet, ihr Bier in Brandis zu holen. Die Wolfshainer aber zogen das „Wurzener Bier“ vor. Es war im Jahre 1621, daß sie wieder „Wurzener“ zapften. Da machten sich die Brandiser mit Spießen und Stangen auf, pfändeten den Wolfshainern das „Wurzener“ und tranken es selbst. Die Sache kam vor Gericht, und die Wolfshainer durften nach der gerichtlichen Entscheidung kein „Wurzener“ mehr um Geld verzapfen. Lediglich durften sie künftig fremdes Bier an Festtagen, Kindtaufen und Hebeschmausen trinken, aber auch nur, wenn sie von der Universität Leipzig die Erlaubnis eingeholt hatten und obendrein an Brandis ein Geleitsgeld bezahlten.

1619

Festlegung von Verpflichtungen der Untertanen in Brandis

Der Gerichtsherr Oswald aus dem Winkel legt im Erbbuch und Erbregister die Verpflichtungen seiner Untertanen in Brandis und der Cämmerei fest.

1618

Bau eines Schulhauses in Beucha

Der Bau umfasst ein Klassenzimmer und einer Kantorwohnung.

1556

Errichtung des Vorwerks Posthausen

Ehrenfried von Ende auf Brandis lässt auf der wüsten Flur zwischen Machern und Gerichshain das Vorwerk Posthausen errichten.

1547

Übergabe von Brandis an die albertinischen Wettiner

Nach dem Sieg von Herzog Moritz über Kurfürst Johann Friedrich wird ein Großteil der ernestinischen Ländereien, u.a. Brandis, der albertinischen Linie der Wettiner zugeschlagen.

1530 - 1540

Erste Erwähnung einer Schule in Beucha als Kirchenschule

1535

Verkauf von Brandis an N. von Ende

Rudolph von Bünau verkauft Brandis für 25000 Gulden an Nicolaus von Ende, Geheimer Rat des Kurfürsten Johann Friedrich.

1534

Erster evangelischer Pfarrer in Beucha

1529

Einführung der Reformation in Brandis

Im Zuge einer Kirchenvisitation erfolgt die Absetzung des katholischen Pfarrers Jacob Eichler. Andreas Schmidt wird erster protestantischer Geistlicher im Ort.

1511

Kauf von Brandis durch R. von Bünau

Rudolph von Bünau, Hofmarschall bei Herzog Heinrich in Freiberg, kauft Brandis für 700 Fl. Er ist ab 1525 Rat beim katholisch gesinnten Herzog Georg dem Bärtigen.

1485

Zuordnung Brandis zur ernestinischen Linie der Wettiner

Nach der Leipziger Teilung des sächsischen Territoriums kommen Brandis und das Erbamt Grimma zur ernestinischen Linie der Wettiner.

1476

Rechtsbestätigung der Stadtgemeinde

Bestätigung der Rechte und Freiheiten der Brandiser Stadtgemeinde durch Günter von Bünau. Die Stadt besitzt die niedere Gerichtsbarkeit, und ihre Bürger haben das Recht, Bier zu brauen (mittelalterliches städtisches Privileg). Erwähnung eines Schulmeisters und einer Baderei.

1445

Brandis gehört zur kursächsischen Pflege Naunhof

1441

Brandis wieder im Besitz der Familie von Bünau

1429

Zerstörung der Beuchaer Kirche

Zerstörung der Beuchaer Kirche durch die Hussiten. Im gleichen Jahr wurde die Kirche auf den alten Grundmauern wieder errichtet.

1395

Gebrüder von Machern verleihen ihre Besitzrechte

Die Brüder Jan und Dittrich von Machern verleihen ihre Besitzrechte im „Stetchin“ Brandis an den Leipziger Bürger Otto Cruziger und dessen Töchter.

1390

Brandis im Besitz eines Herren von Heynitz

Dessen Nachfolger wird 1410 Abrecht von Heynitz.

1378

Das Castrum Brandis gehört zum markgräflichen Burgbezirk Leipzig

1378

Beucha wird erstmals als „Bichow“ urkundlich erwähnt

1352

Übereignung von Einkünften an das Kloster Sitzenroda

Iohannes et Heinricus de Brandeyz morantes in Hohburg bei Wurzen übereignen als Vasallen der Bischöfe von Meißen Einkünfte von Hufen im benachbarten Zwochau an das Kloster Sitzenroda. Andere Angehörige des Rittergeschlechts könnten nach Brandis bei Schweinitz und nach Brandis nad Orlici (Böhmen) ausgewandert sein.

1350

Brandis gehört den Herren von Bünau

Neben Brandis gehören hierzu auch Cunnersdorf, Oelschwitz und Gerichshai.

1200 - 1300

Beginn des Abbaus von Granitporphyr in Beucha

1283

Ausstellung eines Indulgenzbriefs für das Nonnenkloster Marienthron

Bischof Heinrich von Merseburg stellt in Brandis einen Indulgenzbrief für das Nonnenkloster Marienthron in Grimma aus. Es handelt sich um die älteste in Brandis ausgestellte Urkunde.

1280

Die Bergkirche wird erstmals erwähnt

Die Beuchaer Kirche wurde als Wehrkirche mit Beuchaer Granitporphyr errichtet.

1191

Erwähnung des Ritters Gozwinus de Brandez

Erste Erwähnung des Ritters Gozwinus de Brandez als Zeuge in einer Urkunde des Merseburger Bischofs Eberhard.

01.01.1165 - 01.01.1175

Anlegung der Marktsiedlung Brandis

Um 1170 wird um einen kleinen Siedlungskern mit Kirche und Rittersitz die Marktsiedlung Brandis angelegt.

1169

Zweite Weihung des Klosters Neuwerk

Erzbischof Wichmann von Magdeburg weiht das Kloster Neuwerk zum zweiten Mal und bestätigt dessen Rechte auf die Kirchen von Brandis und Machern nebst 11 Hufen Landes.

1121

Kirchenschenkung an das Kloster Neuwerk bei Halle

Schenkung der Kirchen von Brandis und Machern durch den Magdeburger Erzbischof Rüdiger an das neu gegründete Kloster Neuwerk bei Halle.

981

Eingliederung in das Magdeburger Erzbistum

Das Gebiet um Brandis und Machern wird in den Besitz des Magdeburger Erzbistums eingegliedert, als der Merseburger Bischof Giselher Erzbischof von Magdeburg wird.

974

Waldgebietschenkung an das Bistum Merseburg

Kaiser Otto II. schenkt dem 968 gegründeten Bistum Merseburg ein Waldgebiet, zu dem vermutlich auch die Brandiser Gegend gehört.

590 - 610

Beginn der sorbischen Landnahme

Um das Jahr 600 erfolgt der Beginn der sorbischen Landnahme im Gebiet zwischen Saale und Mulde. Die Brandiser Umgebung gehört zum Slawengau Chutizi. Der Beuchaer Berg war slawische Begräbnisstätte.

1400 v. Chr

Besiedlung der Gegend

Um 1400 vor unserer Zeitrechnung erfolgt die Besiedlung der Gegend durch Angehörige der Lausitzer Hügelgräberkultur. Wichtige Erkenntnisse über das Leben in der entwickelten Bronzezeit werden 1935 und 1943 durch Ausgrabungen von Hügelgräbern auf dem Kohlenberg gewonnen.